Ein herzliches Grüß Gott!

  

 

Der Fundamentaltheologie kommt die Aufgabe der rationalen Verantwortung des Glaubens zu. In der Vielfalt der theologischen Einzelfächer hat sich die Fundamentaltheologie der Frage nach der Vernünftigkeit des Glaubens zu stellen. Erst wenn diese Frage geklärt ist, können die exegetischen, historischen, systematischen und praktischen Fächer der Theologie ihre Arbeit beginnen.

In diesem Sinn ist der Name Fundamental-theologie wörtlich zu nehmen. Die Fundierung der Rationalität des Glaubens leistet die Fundamentaltheologie zugleich nach zwei Seiten hin.

    1. Nach innen hin legt die Fundamentaltheologie das rationale Fundament für die Theologie als Glaubenswissenschaft. Diese Grundlagenreflexion erarbeitet sie im Rahmen derjenigen wissenschaftstheoretischen Standards, die innerhalb der „scientific community“ generell gelten.

    2. Nach außen hin reflektiert die Fundamentaltheologie den Gottesglauben unter den Anforderungen moderner Wissens- und Lebenskontexte. Sie begibt sich damit in offenen Diskurs mit allen relevanten Wissenschaftszweigen. Im Spiegel eines zweitausendjährigen reflektierten Lebens- und Erfahrungswissens entwickelt sie den Glauben auf Zukunft hin.

Sensibilität für die Fragen der Zeit, Folgerichtigkeit in der Argumentation, Kreativität im Lösen von Problemen sowie Beharrlichkeit im religiösen Standpunkt selbst gehören daher zum Ethos der Fundamentaltheologie, auch der Mut, die eigenen Glaubensüberzeugungen innovativer Kritik auszusetzen und über sie nachzudenken. Damit leistet die Fundamentaltheologie eine je neu angeforderte theologische Pionierarbeit im Fluss sich wandelnder Wissens- und Lebenskontexte.

 


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